Philip Bronson

 

 

 

 

 

Die Brokerin

 

 

Kurzbeschreibung
Sarkastisch und spannend - ein Roman über die Intrigen und Machenschaften auf den Finanzmärkten und über die süchtig machende Wirkung des Geldes.

Klappentext
Die Investmentfirma Atlantik Pacific beschäftigt Leute, die um vier Uhr morgens aufstehen, um Wertpapiere zu verkaufen, von denen sie oft keine Ahnung haben, die die meiste Zeit am Telefon verbringen und ihr Privatleben schon lange der Karriere geopfert haben.

Sydney Geeder ist in dieser Firma unumstrittener König. Das Geheimnis seines Erfolges scheint einfach: Er haßt die Wertpapiere, die er an den Mann bringen soll, so sehr, daß er alles daransetzt, sie loszuwerden!

Ein hochaktueller, entlarvender Roman über die Machenschaften auf dem Finanzmarkt und über die süchtig machende Wirkung des Geldes, von einem Autor mit großem Insiderwissen!

«Die Broker ist ein wunderbares Buch. Bronson ist ein Mann, den man beobachten sollte. Man wird nach dieser Lektüre nie mehr investieren wollen».

Auszug
Es war ein schmutziger Beruf, aber das Geld machte süchtig, und eine Sucht führte zur anderen, und sie gingen alle zum Teufel. Turner war zum Teufel gegangen und Mike McAfferey auch. Wes »Green Thumb« Griffin bekam ein Wanderauge, und Antonia Zennario, die immer gescherzt hatte, daß »alle Investoren aus Adams Rippe stammen«, verlor erst ihren Humor, dann ihr Lächeln und dann ihren Job. Carol Manning hatte eine Fehlgeburt. Coyote Jack begann bei Zahlen zu stottern und wurde ins Management versetzt. Sie waren alle zum Teufel gegangen. Sid Geeder haßte sie alle und vermißte sie wie verrückt. Das Telefon läutete pausenlos, und alle litten unter Blumenkohlohren, Halsausschlägen und Nackenschmerzen, und wenn die Sonne am Morgen aufging und sie bereits zwei, drei Stunden an ihrem Schreibtisch verbracht hatten, gingen sie an das Fenster im einundvierzigsten Stock und stellten sich vor, wie es wäre, mit dem Bus fahren oder einen Parkplatz suchen zu müssen. Die Kreischbox knatterte, während die Händler in London und New York und Chicago die Wertpapiere in die Höhe trieben, dann beruhigte sie sich, wenn sich die Staubwolken wieder legten, und sie richteten sich darauf ein, zu warten, daß sich das Massengeschäft weiter erholte. Die grünen Bildschirme verliehen allen Gesichtern eine bläßliche Farbe, und Lisa Lisa griff nach ihrem seidenmatten Kompakt-Make-up mit Feuchtigkeitsfaktor. Sid Geeder trank Kaffee. Nickel Sansome massierte seinen Schädel. Sue Marino blätterte in einer Brautzeitschrift