Horst Ehmke

 

 

Der Euro-Coup

Europa im Jahre 2004: Der Euro hat sich allen Unkenrufen zum Trotz als europäische Gemeinschaftswährung auf dem Weltmarkt etabliert. Noch immer hat sich Großbritannien auch nach einem erneuten Wahlsieg Tony Blairs nicht entschließen können, der Währungsunion beizutreten. Vor diesem Hintergrund plant das international organisierte Verbrechen eine großangelegte Spekulationsattacke gegen das britische Pfund, um dessen Abwertung zu erzwingen und dabei in großem Stil abzusahnen.

Als zweiter Schritt soll danach der Generalangriff auf den Euro selbst erfolgen. Die Währungsspekulationen bewegen sich dabei selbst durchaus im Rahmen der Legalität, die Aktivitäten der "Famiglia" zur Vorbereitung der Aktion gipfeln jedoch in Mord und Erpressung. Ein Bankier wird ermordet, ohne daß zunächst eine Verbindung zu den Vorgängen auf wirtschaftlicher Ebene hergestellt werden kann.

Karl Stockmann, Präsident der Europäischen Kommission, versucht in einem Rennen gegen die Zeit die zerstrittenen europäischen Regierungen von der Notwendigkeit schneller gemeinsamer Abwehrmaßnahmen gegen die drohende Finanzkatastrophe zu überzeugen. Amerikanische und deutsche Ermittler sind fieberhaft auf der Spur der Drahtzieher dieses gigantischen Coups. Unterdessen läuft die Aktion gegen die britische Währung an...

Exminister Horst Ehmke ist ein spannender und aktueller Wirtschaftskrimi gelungen, der immer dann seine besten Momente hat, wenn sich die Handlung auf diplomatischem Parkett bewegt. Er vermag sehr unterhaltsam und verständlich die komplizierten wirtschaftlichen Zusammenhänge in das Geschehen einzubauen. Da spielt es eine vergleichsweise geringe Rolle, daß seine Hauptfiguren blaß bleiben und Gut und Böse von vornherein klischeehaft voneinander unterschieden wird. Das Buch hat Spannung und bietet gute Unterhaltung -- und zwar nicht wenig. --Ulrich Deurer

Kurzbeschreibung
Ein grausamer Mord an einem Bankdirektor erschüttert den Börsenplatz Frankfurt. Das Opfer wurde um Mitternacht mit einem Kopfschuß vor laufendem Computer niedergestreckt. Der deutsche Präsident der Europäischen Kommission, Stockmann, wird in die Ermittlungen verwickelt. Die Spuren führen zu einem mysteriösen "Monsieur Z." nach Genf und zu einer "Brotherhood of Profit" nach New York. Die Währungsexpertin der Europäischen Zentralbank, Nadine La Tour, weiht Stockmann nicht nur in die Geheimnisse und Gefahren globalisierter Finanzmärkte ein. Mit geschultem Blick auf politische Zusammenhänge und gespickt mit Insiderwissen entwirft der Spitzenpolitiker und Bestsellerautor Horst Ehmke ein Szenario, das morgen bereits Wirklichkeit werden kann.

Autor
Horst Ehmke, 1927 geboren, Professor für Jurisprudenz, begann seine politische Karriere 1967 als Staatssekretär unter Bundesjustizminister Gustav Heinemann, dessen Nachfolger er 1969 wurde. Von 1969 bis 1972 war er unter Willy Brandt Kanzleramtschef und Bundesminister für besondere Aufgaben, danach Bundesminister für Post, Forschung und Technologie. Ab 1969 war er 25 Jahre Bundestagsabgeordneter. Er lebt in Bonn und in der Eifel.