[Rosemarie Kentmann]
[
Julias Entscheidung]
[Der Mann der Berge versetzt]

Rosemarie Kentmann

 

 

Der Mann, der Berge versetzt

Wir schreiben das Jahr 2120, und wir befinden uns sicher nicht auf dem Weg in ferne Welten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Für die Menschen, die in Frankfurt vor ihren Bildschirmen sitzen, sind die Besucher der Weltwährungskonferenz aus China oder Lateinamerika bereits exotische Gestalten genug. Die (Wirtschafts-) Welt ist in Korporationen aufgeteilt, deren Angehörige sich durch die Farbe ihrer Overalls unterscheiden - sofern einer das Glück hat, sich noch zur arbeitenden Bevölkerung zählen zu dürfen. Das Leben, ob wirtschaftlicher oder privater Natur, verläuft in geordneten, streng reglementierten Bahnen - so sehr geordnet, daß es schon fast ein Stillstand ist, wie einige wenige Menschen befürchten. Als sie anfangen, die Dinge zu hinterfragen, ähneln sie dem Schmetterling, dessen Flügelschlag einen Sturm auslösen kann. Der Finanzminister, eine neugierige Journalistin und ein Querdenker mit außergewöhnlichen Fähigkeiten treten im Laufe der Handlung eine Lawine los, die zunächst Chaos produziert, doch diesmal verzichtet die Autorin dankenswerterweise darauf, uns ein Happy-End zu präsentieren; es bleibt offen, ob der Zusammenbruch der bisherigen Ordnung eine erträglichere Lebensweise hervorbringt oder ob die Protagonisten nur den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben haben.