[Patrick Lencioni]
[
Der Putzmann und der Manager]
[Das Geheimnis]
[
Mein Traum Team]

Patrick Lencioni

 

Wahnsinnskarriere

Aus der Amazon.de-Redaktion
Lencioni porträtiert in seinem kurzen Roman zwei Firmen, die sich einerseits sehr ähnlich sind, andererseits unterschiedlicher nicht sein können: Greenwich Consulting, das von Vince Green geleitet wird, und Rich O'Connors Telegraph Partners. Beides sind Beratungsfirmen ähnlicher Größe und mit den gleichen Schwerpunkten. Selbst geografisch liegen sie nicht weit auseinander. Doch zu Greens Ärger kann seine Firma nur Kunden gewinnen, die Telegraph abgelehnt hat, und auch neue Mitarbeiter klopfen erst bei der Konkurrenz an. Was ist O’Connors Erfolgsgeheimnis?

Geschickt lässt der Autor auch seine Leser darüber im Ungewissen und baut so deren Neugier auf. Ein einfacher gelber Zettel, der vor O'Connors Schreibtisch klebt und der bei Telegraph schon fast zum Mythos geworden ist, spielt im Buch die Hauptrolle. Erst ganz zum Schluss erfährt man die vier Prinzipien, die darauf stehen und auf die O'Connor sein ganzes Handeln ausgerichtet hat. Spannung erzeugt im Buch auch, dass ein unzufriedener neuer Mitarbeiter des Führungsteams nicht nur diese Prinzipien ausspioniert, sondern auch versucht, gezielt Unfrieden im Unternehmen zu stiften.

Mit Das Geheimnis plädiert Lencioni eindringlich für eine positive Unternehmenskultur. Bisher wenden Führungskräfte den größten Teil ihrer Zeit und Energie für Strategie und Geschäft auf; allzu leicht vernachlässigen sie dabei das Betriebsklima. Dabei ist, so glaubt Lencioni, eine gesunde Unternehmenskultur der Schlüssel zum Erfolg und hat auf die Geschäftsentwicklung einen gewaltigen Einfluss. Lencionis Buch demonstriert das eindringlich, und der schlichte Roman wird sicher so manchen Manager zum Nachdenken bringen. Dabei hilft, dass Lencioni im zweiten Teil des Buches sein Modell noch einmal außerhalb der Story ausführlich vorstellt. Hier finden sich dann auch Hinweise zur Umsetzung. Die vier Prinzipien sind zwar leider so formuliert, dass man sie sich nicht leicht merken kann, doch Erfolg versprechend dürften sie allemal sein. Notfalls klebt man sich eben -- wie die Romanfigur Rich O’Connor -- den Zettel mit den Grundsätzen vor den Schreibtisch. --Sylvia Englert